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Die Wurzelbehandlung – alle wichtigen Infos

Wurzelbehandlungen verbindet man gemeinhin mit Schmerzen. Der Gedanke an eine solche Behandlung alleine löst bei vielen Menschen Angst aus. Allerdings werden Wurzelbehandlungen zu Unrecht mit derart negativen Gefühlen verbunden. Bei der Wurzelbehandlung handelt es sich um ein zuverlässiges und modernes Verfahren, mit dem erkrankte und abgestorbene Zähne langfristig erhalten werden können. Doch was genau ist eine Wurzelbehandlung? Zu welchem Zweck wird diese durchgeführt und in welchen Fällen ist eine solche Behandlung notwendig? Wir von der Zahnarztpraxis Stefanos Baraliakos, Ihr Zahnarzt in Berlin-Mariendorf, klären Sie in diesem Blogartikel auf!

Wann ist eine Wurzelbehandlung notwendig?

Notwendig ist eine Wurzelbehandlung, wenn das innere, weiche Gewebe des Zahnes infiziert oder entzündet ist. Die Ursachen für eine solche Infizierung bzw. Entzündung sind vielfältig. Die häufigsten Ursachen sind allerdings Karies, Risse, chemische bzw. thermische Reize und Verletzungen.

Das offensichtlichste Symptom für eine solche Entzündung bzw. einer Infizierung des weichen, inneren Zahngewebes ist Zahnschmerz. Weitere Symptome, die auf eine Wurzelentzündung hindeuten und eine Wurzelbehandlung notwendig machen, sind die Folgenden:

  • Extreme Empfindlichkeit
  • Zahnschmerz ohne Belastung der Zähne
  • Zahnschmerz weitet sich bis zum Kopf aus
  • Entstehung eines Abszesses
  • Schwellungen am Zahn
  • Blutungen am Zahn

Junge Frau bei Wurzelbehandlung beim Zahnarzt
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Wie entsteht eine Entzündung der Zahnwurzel?

Unter der Zahnsubstanz, im Inneren des Zahns, befindet sich weiche Gewebemasse. Diese wird als Zahnmark bezeichnet und ist mit Nervensträngen und Blutgefäßen durchzogen. In den meisten Fällen ist ein Zahn entzündet, weil Karies die Zahnsubstanz zersetzt hat und Bakterien in das Innere des Zahnes eindringen konnten. Durch das Einwirken der Bakterien dehnen sich die Gefäße aus und üben Druck auf den sensiblen Zahnnerv aus. Dadurch kann massiver Zahnschmerz entstehen.

Wenn eine solche Entzündung nicht behandelt wird, breitet sich diese im Körper aus. In der Folge kann ein komplizierter Abszess entstehen oder die Wangen unangenehm anschwellen. Im schlimmsten Fall erreichen die Bakterien das Gehirn oder Herz, wodurch es zu schwerwiegenden Komplikationen kommen kann.

Die Durchführung einer Wurzelbehandlung

Vor der Wurzelbehandlung wird eine Beratung durchgeführt. Dabei wird der Fall beurteilt und darauf basierend die Vorgehensweise geplant. Im Rahmen der Beratung findet auch eine Aufklärung über die eventuellen Risiken statt und der genaue Behandlungsverlauf wird geschildert.

Zu Beginn der eigentlichen Behandlung wird eine lokale Betäubung gesetzt. Die Zahnbereiche, die von Karies befallen sind, werden mit einem Bohrer entfernt. Danach werden die Wurzelkanäle des Zahnmarks zugänglich gemacht, indem der Bohrer mittig auf der Kaufläche ein Loch bohrt.

Im nächsten Schritt werden die Wurzelkanäle von Bakterien und von infiziertem Gewebe gründlich befreit. Hierfür werden eine Feile und eine antibakterielle Lösung verwendet, mit der die Wurzelkanäle gründlich ausgespült werden. Der Zahn wird durch dieses Prozedere vollständig ausgehöhlt. Abhängig von der Intensität der Infektion bzw. der Entzündung kann dieser Schritt auch mehrmals durchgeführt werden.

Sobald die Wurzelkanäle gereinigt und von infiziertem Gewebe und Bakterien befreit sind, wird Füllungsmaterial eingesetzt. Ein erneutes Eindringen von Bakterien soll dadurch verhindert werden. Dabei wird der Zahn meistens auch überkront, damit dieser langfristig erhalten bleiben kann.

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